Seelische Prozessbegleitung – Urlaub vom Ich

Seelische Prozessarbeit ist eine Selbsterfahrungstherapie. Der Therapeut stellt einen empathischen Bewusstseinsraum oder ein Erlebnisfeld zu Verfügung, in dem der Klient sich selbst als Grundlage für Selbstheilung erfahren kann.

Prozessarbeit – Urlaub vom Ich

Seelische Befeldung

In der Prozessarbeit öffnen wir einen Kanal zum Unterbewussten. Dort finden wir oft widersprechende und konträr agierende archetypische Energien, die uns als Widersacher, Verhinderer oder Feind gegenübertreten. Sie sind Gegenkräfte, die unser Erwachen zunächst scheinbar verhindern und später beschleunigen, wenn wir grundlegende Mechanismen verstanden haben. Wir legen den Kern frei und trennen das Wahre vom Falschen. Du stellst Dich dem Feind, behauptest Dich und enttarnst seine empfindlichsten Schwachstellen. Wir drehen den Spieß um. Du wirst zum Jäger/-in und aus dem Widersacher der/die Gejagte. Das Setting ermöglicht eine Selbsterfahrung. Der Therapeut stellt einen empathischen Bewusstseinsraum oder ein Erlebnisfeld zu Verfügung, in dem der Klient sich selbst als Grundlage für Selbstheilung erfahren kann. Der Klient schärft seinen Fokus mit Hilfe des Therapeuten und der Atmung und beginnt, die Inhalte der Wahrnehmung, also Denken, Fühlen, Körperempfindungen zu beobachten. Die Fähigkeit einen Bewusstseinsinhalt wertfrei und neutral wahrzunehmen, löst die Identifikation von eben diesem Inhalt. Es ist ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied, ob ein mental-emotionales Muster, also ein Komplex messerscharf beobachtet und belichtet wird, oder ob man ihm anhaftet, verfällt, sich mit ihm identifiziert und er uns in der Folge aus der Zentrierung zieht. Der Therapeut nimmt seine urtümliche Funktion als Begleiter und Helfer war (altgr. θεραπευτής [therapeutés]: „der Diener, der Aufwartende, der Wärter, der Pfleger“). Unterstützt wird der Prozess durch ein 150 MHz-Feld, welches den Prozess unterstützen kann.

Gute Voraussetzungen des Klienten, um den Erfahrungsprozess zu erleben:

    • grobes Grundverständnis für den Prozess
    • Leidensdruck und Entschlossenheit helfen enorm
    • Verantwortungsbewusstsein für Inhalte innerer Räume
    • Erkenntnisbereitschaft auch für schmerzhafte Einblicke
    • Bereitschaft den “Verdrängermodus” zu verlassen
    • Mut dem “größten Feind” gegenüber zu treten
    • Achtsamkeit
    • der unterbewusste Bewusstseinsinhalt ist reif gehoben zu werden

Hypothesen

    • Unser Alltagsbewusstsein ist begrenzt aber erweiterbar
    • Körperliche Symptome können ein psychisches Korrelat (Körper-Geist-Einheit) haben
    • Unterbewusste Muster, Traumata, Verletzungen unterhalten die Krankheit
    • Die Lösung liegt im Unterbewussten des Menschen und kann erkannt werden

Von der Person in die Präsenz

Wer sich als Betrachter der Körper-Geist-Einheit wahrnehmen kann und auf der Suche nach Informationen für Heilung ist, kann sich in dem Feld wieder sehr nahekommen und als „reine Essenz“ erfahren, als EINheit. Mithilfe der Arbeit können wir uns wieder in unserem ursprünglichen natürlichen Seinszustand erfahren und aus diesem heraus auf die Programmierungen des Egos schauen. Die Egoidentifizierung lockert sich und wir erfahren uns in unserer leuchtenden, reinen Präsenz. Der Geist wird ruhig, klar und zentriert und kann gesammelt, wie ein Laserstrahl, auf relevante Aspekte unseres Daseins fokussiert werden. Der Mensch kann bereits während des Prozesses heilende Zustände erleben und aus diesem höheren und ganzheitlichen Bewusstsein heraus seine unheilsame neuronale Programmierung wahrnehmen und damit neue Schritte im Heilungsprozess erkennen. Dieser “heilige Raum” entspricht unserem natürlichen Seinszustand, den wir als reine frische Präsenz erfahren, wenn die Egoidentifikationen nachgiebiger geworden sind. Der Geist ist durch die Sammlung einsgerichtet und kann Erkenntnisse gewinnen, die vorher nicht zugänglich waren. Dieser Zustand ist natürlich nicht exklusiv durch diese Arbeit erlebbar, wir kennen ihn aus der Einsichtsmeditation (Vipassana) und vielen anderen Werkzeugen der Selbsterkundung. Die gefühlte tiefe Verbindung mit sich selbst, die endlose Stille hinter dem mentalen Lärm, die Erfahrung der Leerheit des Raumes wirken heilend und regulierend auf den Menschen.

Paradigmenwechsel

Ich selbst brauchte lange, um das neue Paradigma der Physik in seiner Tragweite zu erkennen und vor allem anzuwenden. Dabei legten Max Planck, Albert Einstein und Niels Bohr vor mehr als hundert Jahren den Grundstein der Relativitäts- und Quantenphysik. Die Industrie hat die Entdeckungen finanziell genutzt. Für den normalen Menschen hat sich im Alltag nur wenig verändert. Dabei können Modelle der Quantenphysik wissenschaftlich erklären, was uns Mystiker und östliche Philosophien seit Jahrtausenden nahelegen:

    • Wir alle sind miteinander verbunden
    • Die Grenzen und Abgrenzungen, die wir empfinden, sind nicht real
    • Unsere gewöhnliche Realität ist stark subjektiv geprägt
    • Unser Denken und unser Geist filtern und schaffen Realität
    • Bewusstsein und Materie beeinflussen sich wechselseitig
    • Hinter dem 3-dimensionalen materialistischen Weltbild, geprägt von Newton und Descartes, gibt es einen mehrdimensionalen Raum, der sich besser mit den Begriffen der Quantenwelt und Energie beschreiben lässt
    • Wir bewohnen diesen Körper mit unserem geistig-energetischen Wesen
    • Die menschliche Inkarnation bietet Möglichkeiten das Göttliche bewusst zu realisieren

     

Der Weg des Kreuzes

Der Paradigmenwechsel hat Auswirkungen auf unser Verständnis von Krankheit und Heilung. Beschränke ich mich auf einen 3-dimensionalen Raum, so suche ich physikalische, chemische oder mikrobielle Ursachen für meine Krankheiten und auch Therapien. Erkenne ich aber die Aussagen der Quantenphysik und akzeptiere die Auswirkungen für mich als Seele mit Körper-Geist-Einheit, ist eine symptomzentrierte Medizin bei mehrdimensionalen Problemen nur bedingt hilfreich. Liegt die Ursache nicht im 3-dimensionalen Raum kann ich mich alternativ einem Psychologen anvertrauen, der in der Regel auf der Ebene des rationalen Verstandes, mir meine Probleme des Egos analysiert und verändert. Eine Wiederverbindung mit dem Wesenskern ist nicht Bestandteil unserer Medizin. Aus spiritueller Sicht bieten eigentlich gerade die Probleme der Person, oder eben des Egos, uns die Möglichkeit aufzuwachen. Wer leidet ist bereit, sich zu verändern und loszulassen. Eine Arbeit auf ausschließlich persönlicher Ebene ist aus spiritueller Sicht eine rein symptomatische Behandlung oder Kosmetik, denn in der Krise oder der Krankheit kommen wir unserem Kern, unserer Essenz, unserem energetischen Wesen näher und können wachsen. Die mentalen Muster und der Lärm im Innenraum werden lauter, so dass sie ins Bewusstsein drängen und enttarnt werden können.

Selbsterfahrungstherapie ist direkter und man arbeitet auf einer tiefen Ebene im Unterbewussten am rationalen Verstand vorbei. Der Blick erfolgt aus einer erhöhten Position vom mentalen Feld entkoppelt auf dessen Inhalte. Diese Position hilft uns die Verwicklungen und mentalen Muster zu enttarnen und aus der Weisheit der Einsicht heraus zu agieren.

Metaprogrammierung

In der ganzheitlichen Medizin wird Heilung als Prozess betrachtet, als Prozess, an dem ich selbst beteiligt bin und für den ich mitverantwortlich bin. Die Beeinflussung und Aktivierung von Regulationskreisen stehen im Vordergrund, wohingegen im alten Paradigma eher gegen Bakterien oder Ursachen von außen gekämpft wurde. Die weitreichenden Auswirkungen von Gedankeninhalten und Emotionen auf Biochemie und Hormonhaushalt beschreibt die Placeboforschung eindrücklich. Statt Heilung passiv und hörig von außen durch Medikamente zu erwarten, gestalte ich meinen inneren Heilungsprozess aktiv selbst mit. Es gilt alte unheilsame Muster und Denkschleifen zu erkennen und durch intelligentere und heilsame Programme und Schaltkreise zu ersetzen. Wir tragen die Verantwortungen für unser mentales Innenleben. Hygiene gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für den Bewusstseinsraum. Die Automatismen der krankhaften Programme machen uns nur kränker statt gesünder. Prozessbegleitung kann uns also durch Selbsterkenntnis zum Update unserer mentalen Programme und auf der Ebene der Form schließlich zur Neuverschaltung unserer Nervenzellen und somit zum Umbau des Gehirns begleiten.

Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie und Placeboforschung zeigen uns die alltägliche Anwendung derartiger Körper-Geist-Wechselwirkungen. In der Seelische Prozessbegleitung können wir uns unserer Schaltkreise bewusst werden und neue heilsame Gedankenmuster installieren.

Unser Normalzustand wird überlagert

Traumata, emotionale Verletzungen und mentale Muster prägen unser Ego, unser Verhalten, und damit oft unseren Alltag. Anstatt Leid in Liebe zu transformieren, versinken wir zu häufig darin und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das Bewusstsein ist so eng und eingegrenzt, dass wir den Kontakt zu unserem höheren Selbst, unserer eigentlichen, ureigenen Essenz nicht mehr wahrnehmen können. Viele Menschen haben die Erinnerung an einen natürlichen entspannten Zustand ohne psychosozialen Druck und Stress vergessen. Als Babys haben wir alle viel mehr gelacht und uns ganz entspannt und natürlich verhalten. Die folgende Sozialisation hat bei den meisten von uns Spuren hinterlassen und die urtümliche Begeisterung begrenzt. Vegetative Begleitsymptome wie Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Muskelspannungen, Libido-Verlust oder Unruhe werden als eigenständige Krankheiten diagnostiziert und oft isoliert medikamentös behandelt, anstatt Sie ganzheitlich in die Therapie einzubeziehen.

Urlaub vom Ich

Seelische Prozessbegleitung bietet die Möglichkeit eingefahrene mentale Strukturen zu erkennen und zu verlassen. Das „höhere Selbst“, eine „innere Intelligenz“, die „Selbstheilungskräfte“ oder wie auch immer diese Kraft genannt wurde, übernimmt mehr Führung und man erkennt und identifiziert sich wieder mit einem längst vergessenen Zustand. Spannungen, Stress und Unruhe weichen einem klaren, leeren erweiterten Bewusstsein. Die gewohnten Mechanismen und Programme verschwinden für eine Zeit und man betritt einen inneren “heiligen Raum”, der in den Lehren vieler spirituellen Traditionen beschrieben wurde. Das Resultat ist Urlaub vom Ich. Bade- und Bildungsurlaub zugleich!

Hinweis: Alle auf meinen Seiten veröffentlichten Texte wurden von mir verfasst, sofern nicht explizit auf eine externe Quelle verwiesen wurde und haben keinen Anspruch auf umfassende Darstellung. Sie enthalten lediglich meine persönliche Meinung zu den dargestellten Themen. Alle vorgestellten Methoden beruhen auf naturheilkundlicher Erfahrungsmedizin und haben keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass sich die schulmedizinische Lehrmeinung von meinen Darstellungen unterscheiden kann!

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